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Afrikanische Initiativen zur Abolition: Die Einstellung der Goldküsteneliten zu Sklaverei und Sklavenhandel

 Beteiligte Wissenschaftler/innen

Prof. Dr. Brigitte Reinwald (Historisches Seminar)

Bearbeiter: Steffen Runkel, M.A. (Historisches Seminar)

 

Zusammenfassung

In diesem Projekt soll die Periode nach Abschaffung der Sklaverei an der Goldküste (1874) im Hinblick auf das Verhältnis afrikanischer Eliten zu Sklaverei und Sklavenhandel untersucht und die Positionierung einzelner, identifizierbarer Repräsentanten dieser Intelligentsia vor dem Hintergrund einer breiteren gesellschaftlichen Auseinandersetzung um wirtschaftliche und politische Zielvorstellungen und Zukunftsentwürfe zwischen 1860 und 1900 bewertet werden. Aufgrund der Rolle, welche den neuen Eliten bei der Umsetzung der Abolition insbesondere durch die lokale Aushandlung von Arbeits- und Abhängigkeits-verhältnissen im Übergang zu „legitimem“ Handel und kolonialer Marktproduktion zukam, soll die Untersuchung auch dazu beitragen, die individuellen Handlungsspielräume und -zwänge der Sklav/innen zu bestimmen, die im Umfeld bzw. im Einflussbereich jener Repräsentanten der Intelligentsia lebten. Über die Positionierung der Eliten in der Abolitionsdebatte, ihr Verhältnis und Wechselspiel mit Akteuren und Institutionen wie Kolonialadministration und Missionsgesellschaften hinaus geht es somit auch darum, zu ermitteln, wie sich Aktivitäten und Handlungsstrategien jener Eliten auf Initiativen und Handlungsspielräume von (Ex)Sklav/innen auswirkten, die sich in ihrem Besitz oder Wirkungsradius befanden.

Kontakt

steffen.runkelhist.uni-hannover.de