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Afro-Amerikanische Missionare und Siedler in Westafrika

Beteiligte Wissenschaftler/innen

PD Dr. Katja Füllberg-Stolberg (Historisches Seminar)

Zusammenfassung

Im Mittelpunkt dieses Teilprojekts steht die Transformationsperiode 1842 bis 1874. Es werden die zeitversetzten Folgen der Abschaffung von Sklavenhandel und Sklaverei in Amerika und Afrika am Beispiel einer Gruppe aus Britisch Westindien stammender ehemaliger Sklaven und Sklavinnen untersucht. Sie kamen 1842 als christliche Konvertiten zurück nach Afrika, zu einer Zeit als die Sklaverei im britischen Empire bereits abgeschafft worden war, aber noch nicht an der westafrikanischen Gold Coast, die zum Teil noch unter dänischer Herrschaft und erst seit 1850 exklusiv unter britischem Kolonialeinfluss stand. Es sind im Wesentlichen drei Untersuchungsebenen geplant:

  • Die wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Entwicklung im europäischen Einflussbereich des heutigen Ghana. Dabei geht es vor allem um die Überführung von Sklaven, die (ursprünglich) für den transatlantischen Markt bestimmt waren, in lokale Abhängigkeitsbeziehungen (domestic slavery) und ihre Nutzung als unfreie Arbeitskräfte vor Ort in Westafrika.

  • Die ethnische, soziale und kulturelle Positionierung der Gruppe der Westinder innerhalb der multi-ethnischen Gesellschaft der Goldküste während der Transformationsperiode zwischen 1843 und 1874.

  • Die grundsätzliche Auseinandersetzung mit Sklaverei und Abolition in Westafrika am Beispiel der Basler Mission.

Die Verdienste der westindischen Rückkehrer als „cultural broker“ sind in die Historiographie Ghanas eingegangen.

Kontakt

katja.fuellberg-stolberghist.uni-hannover.de