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Transkulturalität und Bildung

DIVERSITÄT-MIGRATION-BILDUNG

Dieser Projektkern stellt das gesamtgesellschaftliche Phänomen einer zunehmend heterogener werdenden Gesellschaft und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für Bildungsprozesse in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Aufgrund der Gefahr der Überbetonung der Differenzkategorie ‚Kultur’ findet dabei eine verstärkte Auseinandersetzung mit Differenzkategorien wie der Sozialschicht, Bildung statt. Diversität wird hierbei als das Charakteristikum und das Potenzial der heutigen globalisierten Gesellschaft betrachtet, wobei nicht außer Acht gelassen werden darf, dass Diversitätsmerkmale nicht gleich wirksam („lebensbestimmend“) sind. Vor diesem Hintergrund stellt sich für uns u.a. die Frage, welche Herausforderungen und Möglichkeiten sich für (Bildungs-)Institutionen (wie der Schule, Einrichtungen der Erwachsenenbildung oder auch für Universitäten) im Umgang mit Vielfalt und Unterschiedlichkeit heute ergeben. Welche Chancen bietet Diversität für Lernkulturen? Welche Strategien und Rahmenbedingungen braucht es, um die Vielfalt und Individualität des Einzelnen dabei bestmöglich zu fördern und vor dem Hintergrund von Inklusion einen Zugang zu Bildung und Arbeitswelt für alle zu gestalten? Hierbei geht es u.a. auch um eine strukturell verankerte Überprüfung von Exklusionsmechanismen sowie die Transparenz von Deutungs- und Entscheidungspraktiken.

Die Mitglieder nähern sich dem Thema Diversität in der Schnittstelle von Interkultureller Pädagogik, Bildungswissenschaften, soziologischen Analysen, Erwachsenenbildung sowie einzelnen Fachdidaktiken mit der Relationisierung von kultureller Differenz, Diversität und Bildung, um sie neu beschreibbar zu machen. In ihrer interdisziplinären Ausrichtung bedienen sie sich verschiedener Ansätze und Konzepte, die bei der Dekonstruktion und Erweiterung von Differenzlinien bei verschiedenen Zielgruppen (z.B. Kindern, Jugendlichen, Studierenden etc.) hilfreich sind: Hierunter zählen u.a. Ansätze einer Pädagogik der Vielfalt, Inklusion, Intersektionalitätsanalysen sowie Ansätze des Diversity Managements. Trotz ihrer jeweiligen Besonderheiten ist diesen Zugängen gemein, dass sie die Vielfalt und Heterogenität von Menschen und Gruppen in den Blick nehmen, die Gleichheit und Verschiedenheit anerkennen, mehr Differenzierungen zulassen und gleichzeitig die Einzigartigkeit von Individuen betonen. Dabei wird die Diskussion im anglo-amerikanischen Raum bereits seit längerem geführt, während im deutschsprachigen Raum und hier insbesondere im Bildungsbereich die Begriffe Intersektionalität, Diversity bzw. Diversity Education (Appelbaum 2002, Leiprecht 2008) noch relativ jung sind. Aber auch Konzepte wie das Bürgerbewusstsein sowie veränderte Migrationsphänomene (z.B. die Transmigration) bieten die Möglichkeit sich von starren Vorstellungen des Zusammenlebens in einer Gesellschaft zu lösen und sich auf andere, weitere Formen von Lebensweisen einzulassen.

Weitere Informationen sind bei Frau Dr. Isabel Sievers erhältlich