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Nach der Sklaverei - Die Karibik und Afrika im Vergleich

Auf diesen Seiten finden Sie genauere Informationen zu dem Gemeinschaftsprojekt "Nach der Sklaverei - die Karibik und Afrika im Vergleich", das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

Der erfolgreiche Antrag wurde im Rahmen des fächerübergreifenden Forschungs- und Studienschwerpunkts Transformation Studies  - http://www.transformation-studies.uni-hannover.de/ - konzipiert.

Laufzeit: 2010 - 2012 (mit Aussicht auf Verlängerung und eine zweite Projektrunde)

Zusammenfassung

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Nach der Sklaverei – Die Karibik und Afrika im Vergleich“ widmet sich der Postemanzipationsgeschichte und -kultur in der britischen, dänischen, französischen und spanischen Karibik, im britischen und französischen Westafrika sowie in Südafrika aus der Perspektive einer in den welthistorischen Kontext eingebundenen Mikrogeschichte. Dabei werden die Transformationen karibischer und afrikanischer Postemanzipationsgesellschaften im Hinblick auf den Übergang von Sklavenarbeit zu anderen Arbeitsverhältnissen, Veränderungen der Familienformen und Geschlechterbeziehungen und das Ringen ehemaliger Sklav/innen um zivile und politische Rechte sowohl untereinander als auch über den Atlantik hinweg miteinander verglichen und Bezüge zwischen den behandelten Regionen hergestellt. Beachtung finden sowohl die Vorgeschichte von Sklaverei und Abolition als auch die langfristigen Folgen der Sklaverei und deren Repräsentation in der anglophonen karibischen Literatur. Die Einzelprojekte verfolgen einen akteurszentrierten Ansatz, der neben lokalen Eliten, Abolitionist/innen und Missionar/innen auch das Handeln der ehemaligen Sklav/innen untersucht. Wirtschaftliche Überlebens- und soziokulturelle Abwehrstrategien, agency und Diskurse der ehemaligen Sklav/innen sollen so umfassend rekonstruiert werden, wie dies die komplizierte Quellenlage zu marginalisierten Bevölkerungsgruppen gestattet.  

Folgende Einzelprojekte werden in diesem Zusammenhang gefördert:

  • Prof. Dr. Brigitte Reinwald/ Steffen Runkel (Historisches Seminar): Afrikanische Initiativen zur Abolition: Die Einstellung der Goldküsteneliten zu Sklaverei und Sklavenhandel
  • Prof. Dr. Claus Füllberg-Stolberg/ Jan Hüsgen (Historisches Seminar): Die Abschaffung der Sklaverei in der Herrnhuter Mission - Dänisch Westindien und Surinam
  • PD Dr. Ulrike Schmieder (Historisches Seminar): Handlungsstrategien ehemaliger Sklaven und Sklavinnen in Kuba und Martinique nach der Abschaffung der Sklaverei
  • PD Dr. Katja Füllberg-Stolberg (Historisches Seminar): Afro-Amerikanische Missionare und Siedler in Westafrika
  • Prof. Dr. Jana Gohrisch (Englisches Seminar): Forschung zur anglophonen karibischen Literatur im Spannungsfeld zwischen Postemanzipation und Postkolonialismus, Projekte werden in der 2. Runde beantragt.

Folgende Gemeinschaftspublikationen sind bisher erschienen:

-The End of Slavery in Africa and the Americas. A Comparative Approach: Schmieder, Ulrike/ Füllberg-Stolberg, Katja/ Zeuske, Michael (Hg.). Berlin 2011 (Reihe “Slavery and Postemancipation”, Band 4)

- Periplus. Jahrbuch für die Außereuropäische Geschichte 2010: Christine Hatzky/ Schmieder Ulrike (Hg.) Sklaverei- und Postemanzipationsgesellschaften in Afrika und der Karibik, Periplus 2010, mit Beiträgen von Christine Hatzky, Katja Füllberg-Stolberg und Ulrike Schmieder.

- Zeitschrift Hard Times: Jana Gohrisch/Bernd-Peter Lange/ Irmgard Maassen (Hg.), Slavery and the British. Hard Times, Nr. 85, 2009, mit einem Beitrag von Katja und Claus Füllberg-Stolberg.

- Zeitschrift REVIEW, A Journal of the FERNAND BRAUDEL CENTER for the Study, of Economies, Historical Systems, and Civilizations: Michael Zeuske & Dale Tomich (Hg.) The Second Slavery: Mass Slavery, World Economy and Comparative Microhistories, REVIEW, I, vol. XXXI, 2/ 2008, mit Beiträgen von Claus Füllberg-Stolberg und Ulrike Schmieder.

- Zeitschrift COMPARATIV: Ulrike Schmieder (Hg.) Postemanzipation und Gender, Comparativ, Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 1/2007, mit Beiträgen von Claus Füllberg-Stolberg und Ulrike Schmieder.