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Leitfragen

Das Forschungsvorhaben zielt auf eine Form der Kooperation und der Organisation von Projektkernen ab, die über eine bloße Addition hinausgeht und durch inter- und transdisziplinäre sowie kulturvergleichende Zugänge und durch historische Tiefenschärfe gekennzeichnet ist. Dabei stehen die folgenden Leitfragen im Mittelpunkt:

  • Welche Differenzen (z.B. sozioökonomische Unterschiede, Bildung, Geschlecht, Alter, Herkunft, phänotypische Merkmale) werden in einer Gesellschaft als bedeutungsvoll betrachtet und warum? Wie werden sie konstruiert bzw. dekonstruiert?
  • Inwieweit prägen bestehende Differenzkategorien soziale Konflikte und inwieweit werden sie durch Konflikte verändert, verstärkt oder erst erzeugt? Inwieweit entwickeln sich andererseits über die Auseinandersetzung mit Differenz Ressourcen und Potenziale für subjektbezogene und gesellschaftliche Entwicklungen? (u. a. Förderung der Fähigkeit zu Selbstreflektion und Perspektivenwechsel / Empathie mit dem vorgeblich „Anderen“)
  • Welche Konsequenzen sind aus den Befunden konzeptionell und politisch für verschiedene Praxisfelder (Sozial- und Kulturpolitik, Gleichstellung, Antidiskriminierungsarbeit, Entwicklungszusammenarbeit, interkulturelle Pädagogik etc.) zu ziehen?
  • Welche Konzepte und theoretischen Ansätze sind dazu geeignet, die relevanten Fragenkomplexe in einer Weise zu bearbeiten, welche die Historizität der untersuchten Phänomene hinreichend berücksichtigt und der Tatsache Rechnung trägt, dass die bisherige Theoriebildung in der Regel unausgesprochen die sozialen und kulturellen Formen moderner westlicher Gesellschaften unhinterfragt als Norm gesellschaftlicher Entwicklung per se verallgemeinert hat?