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Transformation Studies

Transformation Studies ist ein fächerübergreifender Forschungs- und Studienschwerpunkt an der Philosophischen Fakultät, der seit 1999 an der Leibniz Universität Hannover besteht. Der Schwerpunkt wird von einem Vorstand geleitet, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beteiligten Fachgebiete vertreten sind. Prof. Dr. Wolfgang Gabbert (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie) ist der Sprecher des Vorstandes, PD Dr. Ulrike Schmieder ist die Koordinatorin des Schwerpunktes.

Studium

Studierende der kooperierenden Studiengänge können im BA Vertiefungsmodul sowie im Hauptstudium (Magister/Diplom/Lehramt/MA) einen Schwerpunkt im Bereich "Transformation Studies" bilden, der die gesellschaftlichen Veränderungen in Ländern der Südens - oder "Peripherie" genannt - und deren Beziehungen zu den Ländern des "Zentrums" (Norden) untersucht. Kooperationen bestehen mit Universitäten und Institutionen im In- und Ausland (Deutschland, Südafrika, Namibia, Senegal, Mali, Nicaragua, Costa Rica, Guatemala, Kolumbien und Chile, Jamaika, Barbados und Kuba, den USA, Staaten der ehemaligen UdSSR, Iran und die Türkei).

Seit dem Wintersemester 2009/2010 existiert an der LUH ein Masterstudiengang zu Verflechtungen und Interaktionen im atlantischen Raum.

Atlantic Studies in History, Culture and Society untersucht die Lokalisierung globaler Prozesse, die Verflechtungen zwischen Afrika, den USA, Lateinamerika, der Karibik und Europa sowie die weiter bestehenden Besonderheiten der Entwicklungen in den verschiedenen Weltreligionen. Studierende des forschungsorientierten Masterstudiengangs sollten großes Interesse an fachübergreifenden Fragestellungen zu den Regionen um den Atlantik mitbringen. Die Veranstaltungen werden von Lehrenden aus dem Englischen Seminar, dem Historischen Seminar, dem Institut für Soziologie und dem Institut für Theologie und Religionswissenschaft angeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.atlantic-studies.uni-hannover.de/

Forschungsinitiative

Im Schwerpunkt Transformation Studies gilt das Interesse im Rahmen der Forschungsinitiative insbesondere den unterschiedlichen Konfliktformen und -dynamiken in gesellschaftlichen Transformationsprozessen, die sich weltweit vor dem Hintergrund der multiplen historischen Verflechtungen und Interdependenzen zwischen europäischen und außereuropäischen Gesellschaften vollzogen haben (u. a. Eroberung und Kolonialisierung, Verschleppung und Wanderungsbewegungen, Dekolonialisierung und Nationalstaatsbildung). Dabei wird davon ausgegangen, dass ein vertieftes Verständnis gegenwärtiger Globalisierungsprozesse die historisch-empirische Erforschung zeiträumlicher Reichweiten und spezifischer Charakteristika, Entwicklungs- und Interaktionsdynamiken der involvierten Gesellschaften und Gruppen zwingend voraussetzt.

In den Transformation Studies werden außereuropäische Gesellschaften jedoch nicht in eurozentristischer Weise nur im Hinblick auf ihr Verhältnis zu Europa und ihre Reaktion auf die europäische Expansion betrachtet. Es geht vielmehr auch darum, ihre langfristige Entwicklung, die internen Ursachen gesellschaftlicher Veränderungen und Konflikte sowie transkulturelle Wechselwirkungen zwischen außereuropäischen Gesellschaften zu erforschen. Außereuropäische Gesellschaften werden dabei nicht als homogene Einheiten betrachtet, sondern als entsprechend sozialer, ethnischer, religiöser, geschlechtlicher und weiterer Kategorien differenzierte Gebilde.

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